Unser erster Wandertag! Eine leichte Tour zum Einstieg soll es sein, nicht so sehr fordernd – auch wegen der zu erwartenden Hitze. Ein kleiner Nachteil des Gebietes hier ist ja, dass die Touren zum Einen meist vom Tal aus anfangen und zunächst ein entsprechend anstrengender Anstieg zu bewältigen ist, weil die Bergbahnen – anders als z.B. im Kleinwalsertal oder Tannheimer Tal – nicht in der Gästekarte enthalten sind. Damit wäre bei vier Personen erst einmal mit Tickets für die Bahnen zu rechnen (je 20-30 Euro pro Nase und Fahrt hoch und runter). Das macht man dementsprechend nur für ausgewählte Touren, wenn überhaupt.
Zum Andern liegt das Gebiet im Bereich 1000 bis 2100 m Höhe, also lange nicht so hoch wie die Gletschergebiete im Ziller- oder Stubaital. Dementsprechend warm ist es eben auch hier „unten“ – zwar nicht zu vergleichen mit zuhause, aber 30+°C bekommen wir hier auch hin.
Unsere Tour heute möchte dem Rechnung tragen, es geht nicht so hoch hinauf (lediglich 320 Hm auf und ab), und wir kommen an den Hintersteiner See, einem Bergjuwel, das Abkühlung verspricht – das allerdings leider auch touristisch schon voll erschlossen ist, inkl. Badebereich und Küstenbus, der die Touris von einem Ende des Sees zum anderen karrt… Naja, ob das sein muss…?!
Los geht’s am Parkplatz morgens um 11:00 Uhr. Wir haben das so geplant, dass wir in ca. 1,5 Stunden oben auf der Walleralm zum Mittagessen einkehren können. Der Weg führt meist schön durch den Wald, was den Aufstieg erleichtert. Trotzdem pumpen wir ganz ordentlich ob der Wärme, die stetig zunimmt.


Nach einer starken Stunde kommt die Alm in Sicht, eigentlich eine kleine Ansammlung dreier Almen, zwei davon bewirtschaftet. Kafma Alm, Stöfflhütte und die Walleralm liegen recht nah zusammen, die letzten beiden sind bewirtschaftet. In der Walleralm kehren wir ein und genießen den fantastischen Ausblick auf die umliegenden Berge.


Frisch gestärkt durch „a Saure Wurscht“ und die erste „Kaspressknödlsuppn“ nehmen wir noch das Kreuzbichl in Angriff – unser erstes Gipfelkreuz in diesem Jahr!


Nach kurzer Rast und Nachschnüren der Wanderschuhe für den Abstieg machen wir uns auf den Weg hinunter zurück zum Hintersteiner See, den wir am gegenüberliegenden Ufer erreichen möchten. Der Weg nach unten folgt dem wenig spektakulären Forstweg, und ist letztlich leider sogar gepflastert.

Aber der See selbst ist kristallklar und echt traumhaft schön…!


Wir wandern die Uferstraße wieder nach vorne und sind nach rund 4 Stunden inkl. Pausen wieder beim Parkplatz. Ein toller Einstieg für uns, alle waren dabei und haben es genossen! Das macht Lust auf mehr!

Sei der Erste der einen Kommentar abgibt